WE_plakat_1997+2003
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Nach französischem Vorbild werden anno 1803 die geistlichen Gebiete aufgelöst, die Klöster in Bayern säkularisiert. So trifft auch in der Prämonstratenserabtei Steingaden der Auflösungskommissar ein und kündigt die Enteignung an. Volk und Chorherrn sind in Aufruhr und versuchen, den kurfürstlichen Beamten mit allen Mitteln um zu stimmen. Darum wird sogar die hehre Geschichte der Klosterstiftung durch Herzog Welf VI im Jahr 1147 vorgestellt, um das drohende Schicksal ab zu wenden. Wird es gelingen, das scheinbar Unabwendbare zu bannen – oder wenigstens die Hoffnungslosigkeit zu lindern?Im Jahr 2003 jährt sich die Säkularisierung zum 200. Mal. das nehmen die Steingadener zum Anlass, erneut mit über 300 Mitwirkenden die geschichte von Stiftung und Säkularisierung der Prämonstratenserabtei in „Welfs Erbe“ auf die Bühne zu bringen. Ursprünglich geschaffen wurde das historische schauspiel für den 850. Geburtstag der Klosterstiftung im Jahr 1997 und rund 10.000 begeisterten Zuschauern dargeboten.
Waren es im Jahr 1997 die spannenden Ereignisse um die Klostergründung durch Herzog Welf VI. und die Wirren in der Säkularisationszeit, die im Freilichtspiel „Welfs Erbe“ lebendig wurden, so wird es 2011 die wundersame Entstehung der „Wies“ sein.Die seit 1983 zum Unesco-Welterbe gehörende weltberühmte Rokokokirche inspirierte Drehbuchautor Markus Fenner zu einem Theaterstück.
Seit einigen Jahren selbst Steingadener Bürger, hat sich der Krimi-Verfasser (u.a. Tatort) der aufregenden Geschichte der Wies angenommen und ein sogenanntes „Mysterienspiel“ geschrieben. Gleichwohl wirken himmlische und irdische Kräfte mit all ihren Eigenheiten, um am Ende etwas Großartiges entstehen zu lassen.
Nicht nur ein Bauwerk von unverfälschter Schönheit, sondern vor allem einen geistigen Zufluchtsort um seinen Mittelpunkt, den Gegeißelten Heiland.